Die Eule ist leider nicht meine, sondern Selenia von den skyhunters in nature, die ich auf der RPC 2016 treffen durfte.
Die Eule ist leider nicht meine, sondern Selenia von den skyhunters in nature, die ich auf der RPC 2016 treffen durfte.

Meinen ersten Roman begann ich mit 12 Jahren zu schreiben, damals noch an meinem ersten PC mit Windows 98. Ich war schon damals eine wahre Vielleserin, zudem steckte ich mitten in meiner Drachen-Phase. Leider ist Taschengeld aber natürlich nicht endlos, und so stand ich irgendwann vor dem Problem, mir partout keine neuen Bücher mehr leisten zu können. Mein Regal hatte ich aber gerade wieder (gefühlt) komplett durchgelesen.
Nach einigem Überlegen kam mir der Gedanke, ich könne mir ja auch einfach selbst eine Geschichte schreiben. „So schwer kann das ja nicht sein“, dachte ich mir. Heute weiß ich, wie falsch ich damit lag. Dennoch überlegte ich mir damals eine Titel, zwei zentrale Figuren und einen ersten Satz („Simon stutzte.“). Anschließend saß ich drei Tage lang vor dem Bildschirm und starrte Titel und Satz an. Danach begann ich zu schreiben.

Im Laufe der Wochen und Monate folgten dem ersten Satz weitere, wurden zu Absätzen, Seiten, ganzen Kapiteln. Die ersten Leute lächelten nicht mehr nur milde, wenn ich erzählte, ein Buch zu schreiben. Irgendwann zog ein Laptop bei mir ein und erleichterte mir das Schreiben, auch wenn beim Umzug der Dateien einige tausend Wörter verloren gingen und ich meine erste Sicherungskopie erstellte.

Den Roman beendete ich eineinhalb Jahre später in Rohfassung, und noch eine Weile später fand sich tatsächlich für dieses erste Manuskript erst ein Agent, dann ein Verlag, der die gesamte Trilogie unter Vertrag nehmen wollte. So kam es, dass ich mit 17 meinen ersten Roman in den Händen halten und mich fortan offiziell „Autorin“ nennen konnte. Es folgten meine ersten Auftritte auf Messen und Conventions sowie Lesungen und eine regelmäßigere Aktivität auf meinen Social Media Präsenzen.

Das war im März 2013. Heute, mehrere Jahre später, habe ich weit mehr als ein Manuskript vollendet und mich zwischenzeitlich auch an einigen Kurzgeschichten probiert. Der Fantasy bin ich treu geblieben, schreibe aber mittlerweile in etlichen Untergenres davon. Das gibt mir die Möglichkeit, mich in mittelalterlichen Welten genauso wie in unserer zu bewegen und auch den Stand der Techhnik, die Möglichkeiten etc. zu variieren und immer wieder Neues auszutesten. Außerdem erweitere nach und nach die Kreaturen, mit denen ich arbeite. Drachen kommen noch immer dann und wann vor, ebenso wie Greife.