Mein NaNoWriMo: Rückblick Woche 2

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Hallo Leute!

Tja, das war wohl nichts mit dem pünktlichen Rückblick auf Woche 2. Stattdessen ist die dritte Woche fast schon rum, oh man! Jetzt wird’s aber Zeit.
Also, Woche 2. Was soll ich sagen. Wer am NaNo oder an sonstigen längerfristigen Events schon einmal teilgenommen hat, wird sicher wissen, dass nach dem Schwung der ersten Tage in Woche 2 oft die Luft raus ist. Es fehlt der Schwung, gefühlt hat sich die ganze Welt gegen einen oder das Projekt verschworen. So ging es mir ebenfalls.
In den ersten Tagen der neuen Woche schob ich das Ganze noch auf meinen 13,7k-Sprint vom Samstag. Danach schreibtechnisch einfach mal erschöpft und schwunglos zu sein, soll ja durchaus mal vorkommen. Mehr und mehr merkte ich aber, dass vor allem der bodenlose Stress außenrum mir den Wind aus den Segeln nahm. Ich quälte mich tagtäglich knapp über mein Tagessoll, aber mehr war einfach nicht drin.

Tschüss, Hamburg!

Am Freitag fuhr ich dann unfreiwillig meine erste Nullrunde ein. Mit meinen ganzen Terminen und den Vorbereitungen für meinen Kurztrip blieben einfach keine Zeit und keine Energie, anschließend noch zu schreiben, schon so ging ich mehrere Stunden später ins Bett, als ich eigentlich gemusst hätte. Entsprechend zombie-like stand ich schon zwei Stunden später wieder ein. Morgens, ein Uhr in Hamburg. :-/
Anschließend ging es mega müde zum Airport, nur um direkt den nächsten Dämpfer zu erhalten: Mein für 6:40 Uhr abgesetzter Flug würde mindestens vier(!) Stunden Verspätung haben. Das Event, für das ich den Flug überhaupt erst gebucht hatte, würde ich so ebenfalls vergessen können. Das extrem unfreundliche Personal tat sein Übriges, sodass ich die vier Stunden mit allem verbrachte, nur nicht mit schreiben. Zumal ich meinen Akku schonen musste, immerhin wollte ich versuchen, noch verspätet wenigstens einen Teil des Events mitmachen zu können.

Tja, denkste. Als ich endlich in London landete und im Bus in die Innenstadt saß, hatte der Dank etlicher Staus ebenfalls fast eineinhalb Stunden Verspätung. Meine Laune ging gegen Null, aber mit Rucksack und Koffer ging es dann doch los, die Leute noch zu finden.
Das war gar nicht so einfach. Erst musste ich WiFi finden, mich dort dann registrieren, um es nutzen zu können. Anschließend galt es, in Erfahrung zu bringen, wo die Leute gerade sind (der Nachteil an einem Event, das alle 30-60 Minuten den Ort wechselt) und wie man dort hinkommt. Dann hieß es, mit der U-Bahn und zu Fuß auch tatsächlich dorthin zu gelangen.
Was in der Theorie schon tricky genug klingt, war in der Umsetzung unmöglich. Dreimal kam ich an einem Ort an, nur um dann zu erfahren, dass die Leute nicht auf mich gewartet hatten und schon unterwegs zum nächsten Ziel waren. Und als ich beim allerletzten Stop endlich rechtzeitig da war, wurde ich wegen meines Gepäcks nicht ins Gebäude gelassen. Ich war kurz davor, einfach ALLES abzublasen, ehrlich.
Etwa eine halbe Stunde später fand einer der Organisatoren mich endlich im Café nebenan, sodass ich wenigstens zur „Party“ kam. Dort wurde aber natürlich nicht geschrieben, und ich musste recht bald wieder los, um zum Hostel zu gelangen.

Im Hostel gab es direkt die nächsten Probleme. Die anderen Leute in meinem Sechser-Schlafraum waren irre laut, und mein Laptop wollte trotz Adapter partout nicht laden. Der Ausblick, drei Tage mit einer Akkuladung hinkommen zu müssen, gab mir den Rest. Kurzerhand legte ich mich um neun Uhr ins Bett, müde genug war ich allemal. Um Mitternacht erst ankommende und nonstop rein- und rausrennende Gäste ließen die Nacht allerdings alles andere als erholsam werden.

nachtpanorama-mit-londn-bridge-und-vollmondAm nächsten Tag ging das Herumirren weiter. Immerhin kam ich irgendwann an meinem Ziel an (das ein anderes als vorher angekündigt war) und konnte sogar mein Problem mit dem Adapter lösen, sodass mein Laptop endlich am Strom angeschlossen war. Daraufhin schrieb ich auch direkt wenigstens 3,5k Wörter. Abends lief ich dann noch ein wenig an der Themse entlang und konnte einige tolle Fotos schießen.

Auch den Montag verbrachte ich noch in London, das gehört aber bereits in meinen Bericht zur Woche 3. Kommen wir zum Überblick.
Am Sonntagabend stand ich bei 40.936 Wörtern. Damit bin ich weiterhin weit über Soll, aber dennoch nicht zufrieden. Ich habe nur 30% der Leistung von Woche 1 erbracht und nicht das Ziel erreicht, das ich mir gesteckt hatte – weit genug zu kommen, um am Montag die 50.000 Wörter zu erreichen. Und ich bin noch erschöpfter als vorher. Noch dazu bin ich mit meinem Geschreibsel nicht richtig zufrieden. Ich vertiefe mich zu sehr in einzelne Szenen, statt in der Story voranzuschreiten, die bei etwa 1/3 des Inhalts angekommen ist, aber insgesamt eigentlich nur 70-80k Wörter bekommen soll.  Ich vermute, das liegt daran, dass ich unmittelbar vor Ende meines Szenenplans liege, und obwohl ich mich eigentlich gern ein wenig von meiner Story überraschen lasse, habe ich dieses Jahr große Sorge, in ein Plotloch zu fallen. Zum Stopfen selbiger fehlt mir nämlich entschieden die Zeit. Aber nun ja, die 50.000 Wörter werde ich bei dem ganzen Gesabbel wohl noch schaffen können, und vielleicht wage ich mich danach ja auch endlich wieder vorwärts. Dass ich das kann, weiß ich ja.

Wie auch immer. Ich bin noch über dem Soll, und das ist eine gute Sache. Was weiter passiert, wird sich zeigen müssen. Wenigstens auf den neuesten Stand bringen wollte ich euch endlich, und das hat ja jetzt geklappt. 😉

Bis dahin liebe Grüße
Janika